Was ist eine Faszie?

Fasziengewebe unter dem Mikroskop betrachtet

Faszien umhüllen das Innere des Körpers – wie Organe, Knochen und Muskeln – wie eine Art Netz und halten den Körper in Form. Verspanntes oder verklebtes Fasziengewebe, kann zu Schmerzen beim Bewegen führen.

Die Faszie und ihr Gewebe – ein komplexes System

Eine Faszie hat eine feine, bindegewebsartige Oberfläche, die sehr zäh ist, ähnlich der feinen Häute im Inneren einer Orange. Faszien umhüllen die Organe und Muskeln im Körper, sind formgebend und dienen gleichzeitig als Trennwand. Folgende Merkmale zeichnen eine Faszie aus:

  • Das Bindegewebe einer Faszie kann unterschiedlich dick sein. Hauchdünn bis mehrere Millimeter dick.
  • Faszien sind wie ein Geflecht, das sich überlagert und nahtlos ineinander übergeht.
  • Die Verbindungen von Faszien können Verspanntheit oder Versteifungen innerhalb des Körpers auf einen anderen Körperteil übertragen.

 

Insgesamt wird zwischen drei verschiedenen Arten von Faszien unterschieden:

  • Oberflächliche Faszien: Sie befinden sich im Unterhautgewebe und sind die Verbindung der Organe mit dem Fasziengewebe.
  • Tiefe Faszien: Sie besitzen den größten Anteil an Fasern und umschließen die Gelenke, Muskeln und Knochen.
  • Viszerale Faszien: Zu ihnen zählen unter anderem die Hirnhaut, der Herzbeutel und das Brustfell.

 

Die Rolle der Faszien im Körper

Faszien besitzen einige Nervenzellen und viele Rezeptoren, deshalb sind sie recht empfindlich. Verklebt oder verhärtet das Gewebe der Faszien, nimmt die Gleitfähigkeit ab, was zu Schmerzen führt. Außerdem besitzt die Faszie die folgenden Eigenschaften:

  • Das komplexe Gewebesystem der Faszien sorgt zusammen mit dem Muskel dafür, dass der Körper nicht schlaff in sich zusammensackt.
  • Faszien sind ein wichtiger körpereigener Wasserspeicher.
  • Faszien bilden eine Art Barriere, die das Eindringen von Fremdkörpern erschweren.

 

Das Training der Faszien erhält die Beweglichkeit

Die heutige Arbeitswelt ist so gestaltet, dass die meisten Menschen viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Für die Muskeln und Faszien ist diese Haltung natürlich Gift, daraus resultiert eine Verspannung, die häufig zu einer Fehlhaltung führt. Einige Übungen können helfen, das Fasziengewebe geschmeidig und locker zu erhalten. Hier bietet sich beispielsweise die BLACKROLL® an, eine Massagerolle die die Verklebungen der Faszien löst und hilft, Verspannungen zu lockern. Aber auch Yoga, Qi Gong oder Pilates sind gut fürs Faszientraining und helfen das Gewebe und die Fasern zu stärken.

Da sich dieses sehr langsam verändert, ist regelmäßiges Training wichtig, um ein positives und dauerhaftes Ergebnis zu erzielen. Zwei bis drei Einheiten à zehn Minuten pro Woche reichen für ein effektives Training aus.